Deine persönlichen Grenzen

Eine der wichtigsten Übungen, die ich auf der Erde lernen musste, war mich von anderen Menschen abzugrenzen und auch Nein zu sagen.

 

Während meiner Lehramtsausbildung war es eine besondere Stärke, dass ich alle Kinder fühlen konnte. Ich wusste von allen Kindern immer ganz genau, was jeder brauchte und mein großes Herz ließ die Energie auch immer dorthin fließen, wo sie gebraucht wurde.

 

"Wir sind alle eins" war für mich damals schon ein unbewusstes Grundgesetz. Mich abzugrenzen bedeutete für mich, meine Liebe und mein Herz einzuschränken. So nahm ich es in Kauf, dass ich nachmittags ca. 4 Stunden schlafen musste und kaum meinen Unterricht vorbereiten konnte.


Für mein eigenes Leben blieb dabei auch kaum Zeit. All das geschah damals noch ganz unbewusst, wie wenig ich mich abgegrenzt habe, ist mir heute erst klar. Unbewusst empfand ich es auch als egoistisch, mich nur auf mich zu konzentrieren.


Mittlerweile habe ich gelernt, dass ich mich auf der Erde abgrenzen darf und auch muss. In meiner Seelenheimat gibt es so viel Harmonie, dass alle miteinander verbunden sind und auch als ein Energiesystem agieren.


Auf der Erde gibt es zu viele verschiedene Erfahrungsmöglichkeiten. Wenn wir uns nicht abgrenzen, können wir nicht entscheiden, was wir erfahren möchten. Wollen wir Angst und Abhängigkeit oder lieber Freiheit und Liebe. Die Erde ist bunt und erlaubt viele Möglichkeiten.


Gerade Kinder sind für uns unschuldig und das auch zu Recht. Trotzdem besitzt jedes Kind seine eigene Seele, die für es sorgt und seinen eigenen Seelenplan. Jede Seele ist fähig für sich selbst zu sorgen und die Hilfe zu finden, die sie braucht. Manche Seelen möchten auch keine Hilfe, weil sie gerade genau das erfahren, was sie für ihren Seelenplan brauchen. Wenn ich mich nicht abgrenze und ihnen ihren Weg lasse, störe ich ihren Seelenplan.


Ich durfte lernen, meine Liebe auf mich zu lenken, mich zu nähren, damit ich leuchten kann. Wenn jemand meine Energie braucht und es stimmig ist, spüre ich ein innerliches Ja. Wenn ich bei mir bleiben soll, dann ein Nein. So lenkt meine Seele den Energiefluss, wie es für alle stimmig ist.


Manchmal komme ich mir dabei egoistisch oder kalt vor, aber ich durfte mittlerweile oft genug erleben, wie aus meinem Nein zu einem Menschen hinter her etwas wundervolles entstanden ist.

 

NEIN ist eines der kraftvollsten Wörter, dass immer wieder klärt. Ich bleibe bei mir und stehe zu meiner Wahrheit und liebe dich trotzdem.

 

Wie geht es dir mit deinen Grenzen und deinem Energiefluss? Ich freu mich auch von deinen Erfahrungen zu hören.

 

Wenn du das Thema mit mir vertiefen möchtest, kannst du das in meinem Abendseminar in Heidelberg.

Weitere Infos findest du hier...

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Kommentare: 3
  • #1

    Marianne (Montag, 22 Dezember 2014 12:47)

    Liebe Inka,

    danke für deinen Beitrag. Auch ich habe erlebt, wie meine Neins etwas sehr kraftvolles und gleichzeitig auch Liebevolles beinhalten. In erster Linie für mich und oh Wunder auch für die anderen. Ein liebevolles Nein kann sehr viel bewirken. Es ist mir nicht immer leicht gefallen das auszusprechen, doch ich übe immer weiter damit. Es gibt nichts wichtigeres, wie mein Wohlbefinden, dazu sind die Grenzen notwendig. Vergesse ich es mal im Eifer des Gefechts, spüre ich das sehr schnell mit Müdigkeit und Unwohlsein.

    Alles Liebe dir
    Marianne

  • #2

    Inka (Dienstag, 23 Dezember 2014 15:10)

    Liebe Marianne,
    Danke für deine Erfahrungen. Oh ja, wenn es schnell geht sage ich auch eher mal Ja, obwohl eigentlich ein Nein stimmig wäre.
    Alles Liebe Inka

  • #3

    Inka (Dienstag, 23 Dezember 2014 15:17)

    Ihr Lieben,

    Gestern erreichte mich noch eine Frage zu meinem Blogbeitrag. Ich bin sehr froh, dass ich sie mit euch teilen kann, denn vielleicht stellt sich ja die ein oder andere Mama dieselbe.

    "Liebe Inka, ich hab deinen Blog gelesen und in mir kommt die Frage hoch wie ICH es merke, ob die kleine Seele meines Lichtkindes meine Hilfe braucht?
    Sei herzlich gegrüßt, Sonny."

    Liebe Sonny,

    Vertrau deinem inneren Gefühl.

    Im Alltag hör einfach immer auf dein inneres Ja oder Nein. Hast du gerade Lust Plätzchen zu backen, vorzulesen oder bei den Hausaufgaben zu helfen. Wenn nein, dann steh dazu und vertrau, dass dein Kind sich selbst helfen kann. Auch wenn du nicht immer alles so tust, wie du es von dir erwartest.

    In besonderen Situationen, wie Krankheit oder Schulproblemen, frag die Seele deines Kindes. Klappt besonders gut, wenn du ihr einen Brief schreibst und deine Sorgen anvertraust. Ob du eine genaue Antwort hörst oder einfach ein Gefühl kommt. Irgendwann wirst du wissen, ob du handeln sollst oder dein Kind die Situation alleine meistern kann.

    Du kannst auch immer schauen, wie es dir geht, wenn dir unglaubliche Kräfte wachsen, ist es stimmig dein Kind zu umsorgen. Bist du extrem müde und erschöpft, lass dich zurückfallen und überlasse dein Kind mehr sich selbst. Das Universum ist perfekt und ihr seid wie eine Waage, die sich immer gegenseitig ausgleicht.

    Ansonsten alles Liebe euch.